Šibenik–Trogir–Split–Omiš 83,4 km (auf Velo), 914 hm, ø20,25 km/h Nach einer Portion Porridge, etwas aus der Bäckerei und einem Croissant mit zwei Kafi runtergespült bin ich reif für die Abfahrt. Zuerst fahre ich schön der Küste nach, dann ein bisschen ins Hinterland, wo es wieder in die Hügel geht. Abwechslungsreich, nicht grad unangestrengt, aber doch recht flüssig komme ich nach Trogir, eine schöne Stadt. Mein geplanter Mittagshalt – find ich auch recht ok, nach den ersten 50 Kilometern. Die Route würde mich weiterführen der K...
Omiš–Ploce 102 km, 1177 hm, ø20,8 km/h Nach in die Länge gezogenem Morgenkaffee gehts weiter nach Süden. Mit fotogenen Aussichten wird nicht gespart, die Strasse ist eingepfercht zwischen steil ins Meer abfallendem Abgrund auf der rechten Seite, und massigen zerklüfteten Felsen auf der linken. Immer mal wieder ein bisschen rauf, dann aber auch wieder runter, um Kurven, oben an kleinen Dörfern vorbei, mal 200 Meter gegen die Felsen rauf, dann wieder runter – ins Städtchen Donji Kričak, wo ich oberhalb auf einer Aussichtsterrasse meinen...
Ploče–Dubrovnik 110 km, 1192 hm, ø21,6 km/h Die Unterkunft in Ploče ist die erste, die ich so ein bisschen als schäbig bezeichnen würde: kein wirkliches Fenster, nur Milchglas zum gedeckten Aussengang, Duft nach Zitrusputzmittel im Zimmer, den ich mit dem näselnden Badzimmerventilator auch nicht rausbringe, ein Stuhl, der beim Zmorgekafi (ich bevorzuge den eigenen Pülverlikafi dem, der da im Schaft steht) auseinanderfällt. Was man dann auch wieder sagen muss: Ausser, dass mich die eine Mücke eine Zeit lang sehr genervt und vom Schlaf ...
Dubrovnik ist schön. Und schön voll. Und schön teuer. Das kommt einem Schock nahe. Obwohl ich die Städte bisher extra angesteuert habe, auch um den einsamen Strecken über weite Landstrassen etwas entgegenzusetzen, so wie hier habe ich das noch gar nie erlebt. Ja, in London – da bin ich aus anderem Grund nicht allzu selten 🎶🎭 – gibt es sie auch, die vielen Touristen. Und an Hotspots ist es auch voll. Und voll teuer. Aber London wäre auch ohne Touristen schon ziemlich busy. Und nicht allzu billig wohl auch. Dubrovnik hingegen hat eine Einwoh...
Dubrovnik–Budva98 km, 1267 hm, ø20,8 km/h Nach Porridge, etwas Salzigem aus der Pekara (Bäckerei) und zwei Kafi auf dem Platz mache ich um halb zehn den Touristen Platz, die damit beginnen, in die Altstadt zu strömen. Dass ich hoch hinaus muss, wusste ich, dass es so hoch hinaus ist, bringt mich dann doch an Grenzen. Grad mal rassig auf 200 Meter hinauf. Da bekommt man schnell warm. Zumal die Sonne schön mitheizt. Beim Aufstieg treffe ich auf ein deutsches Rennvelotrio, das wie ich nach Budva unterwegs ist, einfach ohn...
Budva–Shkodër90,1 km, 1064 hm, ø20,5 km/h Ich schlenderte noch kurz durch die Altstadt und genehmigte mir einen Kaffee, unwissend, was mich jetzt dann grad erwartet. Die ersten zehn bis fünfzehn Kilometer aus Budva raus waren schlicht und einfach der Horror: eine kurvenreiche, schmale Strasse, die recht steil war – und vor allem sehr viel Verkehr hatte. Dazwischen ich: das Hinderniss, der Bremsklotz, an dem man irgendwie vorbeikommen muss, koste es, was es wolle. Und wenn es dann so aussah, als ob der Tanklaster zwar nahe, aber ...