Warum wehst nicht von Westen, Wind?
Landeck–Innsbruck, 85 km, ø21,5 km/h, 649 m bergauf und 857 m bergab
Woher die vielen Aufwärts-Höhenmeter herkommen, weiss ich nicht. So von blossem Auge gehts heute eigentlich konstant ebefür oder leicht bergab, wenn man von zwei, drei Veloweghimmelskommandos absieht, von denen der einte 20% war.
Zuerst folge ich der Hautpstrasse, recht zügig bergab, mit leichtem Rückenwind. Wenn das so weitergegangen wäre, wäre ich rein rechnerisch exakt um zirka 12.30 Uhr in Innsbruck gewesen. Aber ich machte ja auch mal ein Päuselchen. Trinken muss auch sein. Und so während einer Pause beschliesst der WInd, nun doch von Osten herzukommen. Wohl dieses Berg-und-Tal-Wind-Ding, das mir gestern eben entgegengekommen ist, als ich den Berg hochfuhr. Oder eben eher: nicht entgegengekommen, sondern in den Rücken gefallen ist.
Und heute ist es eben umgekehrt: Der Wind kommt mir entgegen und fällt mir gnadenlos in den Rücken. Genau gleich wie oben, aber eben andersrum: Wenns leichtes Gefälle hat, ist es knapp flach, und wenns flach ist, gehts bergauf. Einfach so wirklich steil runter gehts heute nicht.
Der Wind dreht zeitweise ziemlich auf, also muss ich mir die geschenkten Kilometer eben doch teuer erkaufen. Was, wie ich finde, irgendwie nicht fair ist.
Vielleicht beschwere ich mich mal bei Herrn Bucheli, der ist ja jetzt pensioniert und hat sicher genug Zeit für politische Vorstösse gegen Gegenwind.
Eine Pause hier, eine da, und vielleicht liegt es auch einfach an den Etappen von gestern und vorgestern. Ein paar Minuten vor vier kam ich in Innsbruck an, und morgen bleib ich auch mal hier, weil ich den Tag durch Home Office mache. Oder so ähnlich.
Heute habe ich sozusagen keine Fotos gemacht. Aber ist im Moment sowieso schwierig, das Raufladen bereitet Mühe – die Fotos seien zu gross. Dabei . . . Ich meine . . . genau gleiches Händi wie vorgestern. Und da ging es ja auch. Pfertoori.
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